Darf ich nun also offiziell vorstellen?

Gestatten: Rosinante

Gewehrt habe ich mich mit allen vieren gegen diesen Namen! Aber nachdem mein komischer Nicht-Freund den Namen erstmalig ausgesprochen hatte, ging er mir nicht mehr aus dem Kopf. Mittlerweile nenne ich mein Kleines schon selbst ganz liebevoll bei diesem Namen.

Und… ja, irgendwie passt der Name ja. Nur werd ich mit ihr nicht gegen Windmühlen ausziehen. Versprochen. Ich wüsste momentan noch nicht mal, wo bei uns im Eck eine Windmühle zu finden wäre… vielleicht auf einem Minigolf-Platz? Nein, noch nicht mal dran denken! Phöser Gedanke! Aus!

Rosinante ist ihreszeichens Kellerkind. Heißt, wie wird immer liebevoll vom Keller hoch- und auch wieder runtergetragen. Ich will sie a) nicht bei Wind und Wetter draußen stehen lassen und b) wer weiß, wer sonst Gefallen an Ihr finden könnte? Ne, das muss absolut nicht sein. Und da sie mit 12,8 kg ein echtes Fliegengewicht ist, genießt sie den Luxus des Kellers 😉

Bevor jemand fragt… ja, ich glaub, ich hab ein Rad ab 😀

Bilanz für diese Woche im Übrigen:

90 km geradelt

Es ist heiß… also wo ist mein Eistee?

Veröffentlicht: 3. Juni 2012 in Angeschlürft
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Ohne es wahrscheinlich zu wissen hat mir neulich jemand das größte nur mögiche Kompliment für die kleine Teeküche gemacht. Lieber Johannes, vielen Dank dafür, dass du zu den regelmäßigen Lesern hier gehörst und mir auch gesagt hast, dass du dich von der kleinen Teeküche schonmal inspirieren hast lassen. Vielen vielen Dank!

Die letzte Woche war in München ja schon sehr sommerlich, genau richtig zum Flanieren (oh, ich liebe dieses Wort ^^ ) und Bummeln. In meinem Fall war ich auf der Jagd nach einem Fahrradhelm, damit meine Mitmenschen beruhigter sind, wenn ich aktiv mit meinem neuen Rad am Straßenverkehr teilnehme. Ich wurde auf der Jagd auch tatsächlich fündig. Die Beute ist quietschgrün – damit bin ich nun ein wenig geschützt und übersehen werde ich garantiert auch nicht mehr so easy.

Nachdem ich mit einem breiten Grinsen und meinem neuen Helm in der Tüte dann gefolgt von Johannes „Panda“ durchs Tal getingelt bin, sind wir spontan beim Coffee Fellows eingekehrt. Da gibts momentan wohl so Sommer-Specials – wir hatten uns für Zitroneneistee entschieden. War schon nicht schlecht,  aber knapp 5 € für einen großen Eistee find ich schon recht salzig muss ich gestehen.

Nun mangelt es in der kleinen Teeküche ja an einigen Dingen – aber an Tee garantiert nicht 😉 also wurde zuhause gleich mal die große Eistee-Versuchsreihe gestartet.

Die erste Erkenntnis war ja, dass ich keine Eiswürfel zuhause hatte. Aber das macht nichts, durch die praktische Erfindung von Eiswürfel-Gefrier-Beuteln (ich hab keine Ahnung, wann die Einzug in meine Küche gehalten haben, aber die waren einfach da) konnte dem Abhilfe geschaffen werden.

Die zweite Erkenntnis war, dass ich mir erstmal sicher werden musste, welchen Tee ich „vereisteen“ will. Im Hinterkopf hatte ich ja, dass in vielen Eistees schwarzer Tee verarbeitet wird. Kein Problem, habe ich da, auch wenn ich schwarzen Tee immer heiß und mit vielen Gewürzen trinke. Aber nur Schwarzen wollte ich nicht verwenden, also habe ich auch mit Pfefferminztee getestet.

Nunja, bevor ich hier weiter rumschwafle, hier mein Lieblingseistee der Saison:

Minziger-Citrus-Eistee für warme Tage (und kalte… und überhaupt alle Tage)

für eine 1,5l Teekanne (man soll ja viel Trinken) :

– ca. 1,0 l kalter Tee (meine Mischung: 3 Beutel schwarzer Asam, 1 Beutel Pfefferminztee, schön lange durchgezogen und erkalten lassen; keine Angst… da wird nichts bitter)

– Saft einer Limette (hab keine mit unbehandelter Schale gefunden… darum der Saft)

– eine unbehandelte Orange, mit Schale gewürfelt

– 2 unbehandelte Zitronen, mit Schale gewürfelt

– ca. 10 Blätter Zitronenmelisse, frisch

– ca. 10 Blätter Pfefferminze, frisch

– Eiswürfel zum Auffüllen

Bastelanleitung:

Tee, Limettensaft und wenn man möchte ein bisschen Honig zum süßen mischen. Eiswürfel zugeben. Dann in die Serviergläser Eiswürfel und die Würfel der Citrusfrüchte sowie die Kräuter geben und mit dem Tee aufgießen. Ganz verzückt genießen und sich über den Tag freuen.

Laut der Einschätzung eines Arbeitskollegen kann hier auch ein Schuss Rum oder Cachaca nicht verkehrt sein – aber davon habe ich erstmal abgesehen, da mein Caipi-Konsum in letzer Zeit ohnehhin schon groß genug ist 🙂

Kein Grill… aber Ochsenkotelett

Veröffentlicht: 29. Mai 2012 in Fleisch

Es gibt durchaus Tage, an denen wünschte ich mir einen kleinen Grill in der Teeküche. Wir haben hier ja auch einen kleinen Hinterhofgarten, aber in unserer Hausordnung steht, man darf nicht Grillen. Es gibt Nachbarn, die halten sich so absolut nicht dran und kohlen an lauen Sommerabenden ihre Würstchen und ihre 0815-Nackensteaks an, aber bisher traue ich mich ehrlich gesagt nicht, so offen mit unserer Hausordnung zu brechen. Keine Ahnung, da steht mir meine gute Erziehung einfach im Weg (ja, ich hab sowas…).

So muss halt immer die gute alte Edelstahlpfanne herhalten… und der Ofen. Ja, ich gestehe, das ist kein wirklich guter Grillersatz, aber es tuts schon so ein bisschen, bis mir eine gute (legale) Lösung eingefallen ist :).

Die Mama des kleinen Teeküchen-Flitzerchens hat ja eine Metzgerei. Gelegentlich kommt es schonmal vor, dass das kleine Teeküchen-Flitzerchen da aushelfen darf. Wobei gelegentlich momentan untertrieben ist. Aber das macht nichts, das Arbeiten im Verkauf macht mir irre Spaß und ich greife meiner Mama gerne unter die Arme.

Besonders Praktisch sind diese Arbeitseinsätze auch, weil ich mir da meinen Kühlschrank immer mit total frischen Sachen auffüllen kann. Am Samstag bin ich nachm Arbeiten ganz stolz mit einem wunderschönen Ochsenkotelett heimgeradelt. Sowas bekommt man nicht überall, schon gar nicht in so toller Qualität. Leider hab ich ein „Vorherfoto“ vergessen.

Ein wirkliches Rezept habe ich für so ein tolles Steak eigentlich gar nicht – nachdem alle Esser der kleinen Teeküche eher auf eher medium Steak stehen, wird das Ochsenkotelett von beiden Seiten sehr scharf angebraten und darf dann noch ca. 15 Minuten bei 100 Grad im Ofen ruhen. Das wars eigentlich. Und genau bei dem Teil mit dem Anbraten hätte ich gerne nen Grill gehabt… meine Mama hat das daheim früher immer so göttlich hinbekommen.

Nun, ich habe das Fleisch in wenig Öl, grob zerstoßenenPfeffer und Knoblauch eingelegt (schätze, es waren 2 Stunden, ginge bestimmt auch länger) umd dann angebraten. Den Knoblauch hab ich erst zum ziehenlassen im Ofen wieder zugegeben, weil ich nicht wollte, dass er verbrennt. Und nachdem so ein Ochsenkotelett locker für 2 Leute (eher für 3) reicht, wurde es auch aufgeschnitten serviert. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man das Fleisch erst beim servieren salzt.

Man beachte den kleinen Alibi-Salat 😉

Hier nach dem Anbraten und vor dem Ziehen im Ofen:

Und hier fertig mit Alibi-Salat:

… gestern wurde ich von einem ganz lieben Freund darauf angesprochen, dass es recht ruhig in der kleinen Teeküche ist momentan.

Das weiß ich, und bin auch nicht so sonderlich stolz drauf… aber momentan gibt es soviel zu tun und sovieles, was unbedingt erledigt werden muss. Und nebenher möchte ich meiner Mama dann nach unter die Arme greifen, weil sie zwar auf dem Weg der Besserung ist, aber immer noch Downs hat.

Und seit heute habe ich etwas, was mich wohl den ganzen Sommer permanent ablenken wird… zugegeben, meine „Kleine“ braucht noch einen Namen, aber ich darf sie dennoch schon mal vorstellen:

Von diesem Winkel sieht sie schon ziemlich cool aus…

… aber hier ist sie in ihrer ganzen Pracht.

Ich bin irre stolz drauf, muss ich gestehen und freue mich jetzt schon auf die gemeinsamen Kilometer, die wir miteinander fahren werden.

Den Tick, meinen Fahrzeugen Namen zu geben habe ich übrigens von meiner Mama. Ihr Auto heißt seit jeher „Fridolin“. Mittlerweile hat sie schon „Fridolin V.“ aber eben immer wieder einen „Fridolin“.

Mein Motorrad hatte ja recht bald den Spitznamen „Esel“ weg – weils anfangs sehr zickig war… aber für das Fahrrad möchte ich einen tollen Namen finden, der auch passt. Mal sehen…

April, April – der macht immer, was er will! Genau an dieses Motto hält sich das Wetter die Tage. Heute war es kaltes, nasses Schmuddelwetter. Die beste Gelegenheit meine neue Softshell-Jacke auf Wasserdichtheit zu testen. Und zu meiner großen Freude hat sie den Test mit Bravour gemeistert.

Nur das nächste Mal, wenn ich solche Feldtests durchführe, muss ich dann auch wasserdichtes Schuhwerk tragen. Chucks gehören da absolut nicht dazu ^^. Neben diversen Feldstudien über Jacken war man heute recht fleißig in der kleinen Teeküche.

Pünktlich für den Osterbrunch morgen bei meiner Mutter wurde heute schon mal der Hefe-Zopf gebacken (leider noch nicht fotografiert), außerdem wurde fleißig Ingwer-Zitronen-Sirup gebraut, den meine Mutter morgen dann in ihrem Osternest finden darf. Und meine jetzt endlich keimenden Pflänzchen wurden mit Lapacho-Tee eingesprüht. Soll angeblich gegen Schimmelbefall auf der Blumenerde helfen, denn genau das Problem habe ich irgendwie auf einem Töpfchen entdeckt. Drückt mir mal die Daumen, dass der Lapacho-Tee hilft.

Und passend zum nass-kalten Wetter gab es dann heute Milchreis.

Meine Mutter hat mir neulich von der Kombination von richtig schön schlatzigen Milchreis und gerösteten, knackigen Brot-Würfeln erzählt. Das hat mich einfach nicht in Ruhe gelassen und wollte probiert werden. Also gesagt, getan!

Safran-Vanille-Milchreis mit Brotwürfeln, Granatapfel, Pistazien und Honig.

Zutaten für 1 großzügige Portion:

50 g Rundkornreis

ca. 150 – 180 ml Milch

1 EL brauner Zucker

1 Tütchen Safranfäden

1 Tütchen Vanillezucker (oder Mark einer ¼ Vanilleschote)

1 EL Mascarpone (optional, war einfach noch im Kühlschrank)

1 Scheibe Weißbrot, gewürfelt

1 TL Butter

2-3 EL Granatapfelkerne

1 EL Pistazien, ungesalzen

1 TL Honig

Aus Milch, Zucker, Safran, Vanille und Rundkornreis einen Milchreisbrei kochen, gegen Ende die Mascarpone unterheben. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und die Weißbrotwürfel schön knusprig darin anbraten, gegen Ende die Pistazien dazu geben und noch mal durchschwenken. Den Milchreis auf einen Teller geben und die Brotwürfelchen und den Granatapfel drüberstreuen. Das ganze kann man dann auch noch mit Honig beträufeln, damit es noch süßer wird. Mjam! Echtes Soulfood, dazu passt ein schöner heißer Kakao.

Ich wünsche euch frohe Ostern!

Och herje… heute hatte ich aber wirklich ganz großes Glück beim Einkaufen.

Eine Forelle in passender Größe für meinen Singel-Haushalt! Und was für ein wunderschönes Exemplar.

Eigentlich wollte ich heute etwas anderes kochen, aber in dem Augenblick, in dem ich die Forelle gesehen hatte, wurde der Plan ganz übern Haufen geworfen.  So gab es also heute eine lustige Forelle in der kleinen Teeküche.

Warum in Bratfolie? Gibt es da Vorteile? Oder geht Alufolie auch?

Hm… ich habe von meiner Mutter ein Stück Bratfolie bekommen und wollte die mal testen. Im Grunde glaube ich, dass man das Rezept auch mit Alufolie machen kann.

Zutaten für 1 Forelle:

1 Forelle, küchenfertig

2 Scheiben einer unbehandelten Orange

2 – 3 EL gehackte, frischerPetersilie

ca. 1 hasselnussgroßes Stück Ingwer, fein gehackt

ca. 1 hasselnussgroßes Stück Butter

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Forelle abwaschen und trocken tupfen, dann von innen und außen salzen und pfeffern. Die Orangenscheiben in den Forellenbauch schieben, Wah, das klingt total gemein… und die Petersilie, den Ingwer und die Butter ebenfalls in die Forelle stecken. Die Forelle in die Bratfolie packen und in den noch kalten Backofen legen. Dann auf 200 Grad anschalten (am Besten erst auf die Anweisungen des Bratfolien-Herstellers gucken) und die Forelle für 25 Minuten in den Ofen packen. Am Ende der Zeit aus dem Ofen und aus der Folie nehmen, und servieren.

Dazu passen Salzkartoffeln.

Kennen die Foodblogger unter euch das Problem? Man kocht etwas total leckeres, aber es ist total unfotographierbar?

Bingo!

Genauso verhält es sich mit meinem geliebten Rote-Linsen-Curry. Es schmeckt himmlisch, aber es sieht wie schon mal gegessen ein bisschen bäh aus.

Gibt es da zufällig Geheimtipps von alten Hasen?

Gerade wenn ich wieder nicht so ganz weiß, was ich nach einem langen Bürotag kochen soll, komme ich wahnsinnig gerne auf Currys zurück. Einfach zu kochen, aber irre lecker in allen Variatonen

Heute war es zwar kein so arg langer Tag, aber ich hatte einfach ganz große Lust auf Curry.

 

300g rote Linsen

0,5 l Wasser

0,5 l Kokosmilch

3 EL Öl

1 TL Kreuzkümmel, frisch grob gemörsert

1 Zwiebel, fein gehackt

1 EL frischer Ingwer, fein gehackt

2 EL Kokosraspel

4 Tomaten, geschält und gewürfelt

½ EL Tomatenmark, in ca. 50ml Wasser aufgelöst

1 TL Kurkuma

½ TL Chilli, grob gehackt

1-2 TL Salz

1 Msp Nelkenpulver

1 EL Curryblätter

Zunächst werden die Linsen unter fließendem Wasser gewaschen, bis das Wasser klar bleibt. Anschließend werden die Linsen in ca. 1l Wasser gekocht. Achtung, die kochen gerne mal über, das versifft den ganzen Herd! Wenn die Linsen weich sind und zerfallen, sind sie richtig. Den Rest des Wassers abgießen, Linsen beiseite stellen.

In einem großen Topf (oder Wok) das Öl erhitzen und die Fein gehackte Zwiebel und den Kreuzkümmel goldbraun anbraten. Danach Ingwer und Kokosraspel zugeben, aber Achtung, die Kokosraspel brennen schnell mal an – also fleißig wenden.

Die Tomaten und das in Wasser gelöste Tomatenmark zufügen und kurz aufköcheln lassen. Danach Kurkuma, Chilli, Salz, Nelkenpulver, Curryblätter, restliches Wasser und Kokosmilch zugeben. Linsen dazu, umrühren und ca. 10 – 15 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
Dazu gibt’s hier immer Reis.