Archiv für September, 2012

Heimkehr

Veröffentlicht: 23. September 2012 in Uncategorized

Nein, heute erwartet euch kein Rezept in der kleinen Teeküche. Eher ein bisschen Vergangenheits- und Gegenwartsbewältigung. Und ein sehr altes, wieder gefundenes Gedicht aus einer Zeit, in der es mir schon mal nicht so gut ging. Auch damals ging es dann wieder bergauf – darum wirds auch dieses Mal wieder so sein…

Heimkehr

Ich war viel zu lange weg
Wollte mich selbst finden
Und doch fand ich nichts

Ich kehre im Abendlicht heim
Zurück in meine alte Heimat
Ohne Worte für dich zu haben

Ich könnte mich entschuldigen
Meine Flucht rechtfertigen
Und doch würde ich nur lügen

Ich war auf meiner Reise
Um Antworten zu bekommen
Die mir bisher gefehlt haben

Ich bin viel zu weit gegangen
In sehr vielen kleinen Dingen
Ohne die Worte zu kennen

Ich war von hier entfernt
Und die Sehnsucht zeigte mir
Wie sehr ich dieses Leben brauche

Um die Sehnsucht zu spüren
Musste ich alle verlassen
Ich hoffe, ihr verzeiht mir

(Juni 2005)

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Apfel-Streusel-Kuchen

Veröffentlicht: 2. September 2012 in Backen, Süßes

Entschuldigt die lange Abwesenheit in der kleinen Teeküche. Momentan ist es ganz schrecklich irgendwie. Jetzt, da ich morgen eine zweite Ausbildung anfange und rein theoretisch schon ne ganze Weile Urlaub habe, komme ich zu so gar nichts. Naja doch, zum Motorrad fahren und Fotografieren im Münchner Tierpark Hellabrunn. Macht nur die kleine Teeküche leider nicht belebter. Ich schäme mich so ein bisschen, schon so lange nichts mehr geschrieben zu haben…

Das wird jetzt nachgeholt und zwar mit dem wahrscheinlich leckersten und gelingsichersten Apfelkuchen, den ich kenne. Den kann ich mittlerweile wahrscheinlich schon im Schlaf backen. War gestern dank einiger Ablenkung auch ganz gut so 🙂

Für einen Kuchen (Springform 26er oder 28er Durchmesser) :

Für den Teig:

250 g Mehl (405er oder 550er – ich nehm, was ich so daheim hab)

125 g weiche Butter

150 g Zucker (ich nehm immer 100g „normalen“ Zucker und 50g braunen Zucker)

25 g Vanille-Puddingpulver

1 Ei (Größe L)

½ Päckchen Backpulver

 

Für die Füllung:

5 Äpfel (am Liebsten was säuerliches…)

2 EL Rum

3 EL Zitronensaft

1 Päckchen Vanillezucker

2 TL Zimt

Zum Bestäuben:

Puderzucker

Zimt

Zusätzlich:

Butter und Mehl für die Springform

Zunächst für den Teig Zucker, Butter und Ei verrühren. Mehl, Puddingpulver und Backpulver mischen und dann nach und nach unterarbeiten. Der entstehende Teig wird sehr bröselig und trocken. Das ist gewollt so. Den Teig bis zur Weiterverarbeitung kalt stellen.

Rum, Zitronensaft, Vanillezucker und Zimt zusammenrühren. Die Äpfel schälen, vierteln, das Kernhaus raus nehmen und in kleine Stücke schneiden. Dann ab damit in das Rum-Zitronen-Gemisch und schön durchmischen.

* An dieser Stelle erwähne ich nun mal, dass Rumrosinen auch noch ganz toll in den Kuchen passen. Wenn sich unter den späteren Kuchen-Vernichtern keine Rosinen-Hasser befinden, natürlich 😉

In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze oder 160 Grad Umluft vorheizen und die Springform ausfetten und mit Mehl bestäuben.

Die Hände einmehlen und etwa die Hälfte des bröseligen Teiges in die Springform geben, sodass der Boden gleichmäßig bedeckt ist. Andrücken und ein bisschen Rand hochziehen. Ein wenig mit der Gabel einstechen. Die Äpfel auf dem Teigboden verteilen und danach die restlichen Streusel auf den Äpfeln verteilen.

Ab damit für ca. 45 – 50 Minuten in den Ofen. Immer wieder nachgucken, damit die Streusel nicht aus Versehen etwas dunkel werden ;).

Nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen und nach Belieben mit Puderzucker und Zimt bestäuben.

Am besten schmeckt der Kuchen lauwarm mit heißer Schokolade oder einem guten Kaffee.